Die Lindenallee stellt eine weite Ausdehnung des Sakralraumes der
Schlosskapelle dar. (Der Begriff "Aquastat" wurde von dem englischen
Archäologen und Wünschelrutengänger Guy Underwood erfunden. Vgl. sein
Buch "The Pattern of the Past". Aquastate begleiten oft Wasser- und
Energieströme und bilden Spiralen um die Kraftpunkte der Erde herum.)
Die Allee ist aus 111 Lindenbäumen komponiert. Es sind 110 Winterlinden
und eine einzige Sommerlinde. Die vollkommene Symmetrie der Allee wird
durch die Sommerlinde peinlich verdorben, da sie aus der rechten
Baumreihe herausragt und auch dicker und im Kronenbereich breiter
gewachsen ist als ihre 110 Winterschwestern.
Solche
umfangreichen Tempelanlagen gab es bei zahlreichen alten Kulturvölkern,
wie zum Beispiel den Mayas. Auch dort baute man sakrale Anlagen mit
verschiedenen Heiligtümern und dazwischen verlaufenden Zeremonialwegen.
Vermutlich ist auch die Lindenanlage in Türnich aus einem ähnlichen
Grund so gestaltet worden.Die Tempelanlage in Türnich erinnert stark an
das keltische Modell des Naturtempels, da hier wie bei den Kelten die
Naturelemente den Baustoff der Anlage bilden und nicht die
Architekturmittel. (Interessanterweise ist der Name "Türnich" als
einziger in der Gegend keltischen Ursprungs.) Auf "Orten der Kraft"
haben frühere Epochen und Kulturen ihre Sakralbauten errichtet.
Ägyptische und mexikanische Pyramiden, asiatische Tempel, indianische
und keltische Kultstätten, romanische Klöster und gotische Kathedralen
stehen auf solchen Orten. Zu den bedeutendsten Orten in Europa zählen
die Kathedrale von Chartres, der Mont St. Michel, Stonehenge, Santiago
di Compostella, die Klosteranlage in den Pyrenäen und wahrscheinlich
auch der Ort des Kölner Doms. Heute sind viele dieser Orte schwer
gestört. Sie wieder in Ordnung zu bringen, ist für die Gesundung des
Ökosystems von herausragender Bedeutung. Dieser Aufgabe hat sich im
Schlosspark Türnich in den letzten zweieinhalb Jahren der slowenische
Künstler Marko Pogacnik gewidmet. Er führte etliche Steinsetzungen,
welche Akupunkturnadeln entsprechen, durch. Der Besitzer des Schlosses,
Godehard Graf von und zu Hoensbroech, stellte dazu 1989 fest: